BF37: Fern-FH (mit Sven)

avatar
Marco
avatar
Sven

Wie gestaltet sich die Lehre an der FH-Dortmund unter coronischen Bedingungen? Sven (@elsvene) lehrt an der FH Web-Engineering/Softwaretechnik und ich habe mit ihm darüber gesprochen.

Sven lehrt an der FH-Dortmund im Bereich der Informatik. Wir haben darüber gesprochen, wie sich die Lehre seit der Corona-Pandemie verändert hat.

Transkript

Das Transkript wurde maschinell erstellt und kann Fehler enthalten. Es zählt das gesprochene Wort.

Ausklappen
00:00–0:00:08
Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge Bildungsfern.
0:00:08–0:00:14
Heute bin ich wieder mal nicht alleine, sondern habe mir Unterstützung geholt und zwar ist
0:00:14–0:00:16
diesmal Sven mit dabei.
0:00:16–0:00:17
Hallo Sven!
0:00:17–0:00:18
Hallo!
0:00:18–0:00:24
Du bist Professor an der FH in Dortmund.
0:00:24–0:00:31
Was genau unterrichtest du denn da oder dozierst du da, in welchem Bereich?
0:00:31–0:00:39
Ja, ich bin da im Fachbereich Informatik und da habe ich die Professur für Web-Engineering
0:00:39–0:00:45
und Softwaretechnik inne, das heißt alles was so mit Programmieren zu tun hat, insbesondere
0:00:45–0:00:49
im Bereich Web Softwareentwicklung, das ist so das was ich da lehre.
0:00:49–0:00:51
Ja, und wie lange schon?
0:00:51–0:00:58
Ja, ich bin jetzt noch relativ frisch dabei, also im dritten Jahr bin ich und das ist jetzt
0:00:58–0:01:01
also mein fünftes Semester, also schon noch recht frisch.
0:01:01–0:01:07
Ja, und wie bist du so dahin gekommen, was hast du vorher gemacht?
0:01:07–0:01:13
Vielleicht können wir da mal so kurz den Weg so zeichnen, sage ich mal, jetzt nicht von
0:01:13–0:01:18
der Grundschule, aber nach Ende des Studiums, wie ging es da so und wie bist du dann an
0:01:18–0:01:20
der FH in Dortmund gelandet, so grob?
0:01:20–0:01:27
Jo, ich habe Informatik studiert, auch in Dortmund und bin dann eigentlich da an der Uni erst
0:01:27–0:01:34
mal geblieben, habe da promoviert und verschiedenste Projekte gemacht, wie man das so tut als Promovent
0:01:34–0:01:39
und bin danach eigentlich erstmal in die Softwareindustrie gegangen, auch hier in Dortmund, da war ich
0:01:39–0:01:46
viel im IHK-Bereich unterwegs, bei dem IT-Dienstleister der IHKs, habe da Projekte gemacht, also
0:01:46–0:01:51
war da wirklich in der Industrie, war auch eine ziemlich gute Erfahrung, vor allem die
0:01:51–0:01:57
ganze Praxiserfahrung, die man da in der Industrie dann so macht, aber was mir da schon so gefehlt
0:01:57–0:02:02
hat, war das Lehren, also ich war natürlich nie Dozent vorher, aber ich sage mal, was
0:02:02–0:02:07
man ja als wissenschaftlicher Mitarbeiter schon so macht an der Uni, man hilft bei der
0:02:07–0:02:11
Lehre mit und da habe ich schon gemerkt, das ist was, das macht mir ziemlich viel Spaß,
0:02:11–0:02:18
anderen was beizubringen oder was zu erklären oder was zusammen zu erarbeiten, das war was,
0:02:18–0:02:23
das hat mir dann auch in der Softwareindustrie ziemlich gefehlt. Nebenher habe ich da immer
0:02:23–0:02:29
noch so auch aus dem IHK-Bereich stammend als Ehrenamt die IHK-Prüfung gemacht, bin
0:02:29–0:02:34
da also quasi in einem Prüfungsausschuss, also auch da so ein bisschen die Tätigkeit,
0:02:34–0:02:39
die sage ich mal zu einem Professor gehört, hatte ich da schon so ein bisschen inne,
0:02:39–0:02:44
ja und irgendwann hat es mich dann doch, gab es da mal eine Ausschreibung und da habe
0:02:44–0:02:49
ich mich beworben und das hat dann überraschenderweise auch sofort beim ersten Mal geklappt tatsächlich
0:02:49–0:02:52
bei mir, ich habe mir sagen lassen, das ist relativ selten, da habe ich also sehr viel
0:02:52–0:02:57
Glück gehabt, ja und so hat es mich dann zur FH gebracht, wo ich dann jetzt endlich wieder
0:02:57–0:03:06
Lehre machen kann. Ja und das hat sich jetzt so seit dem März mit Ausbruch der Corona-Epidemie
0:03:06–0:03:11
wahrscheinlich auch bei euch stark verändert, da wollen wir heute mal so ein bisschen darüber
0:03:11–0:03:18
ein bisschen sprechen. Die Schulen, die haben ja so am 13.3. geschlossen, wie war das denn
0:03:18–0:03:24
bei den FHs, gab es da in dieser Zeit, wenn du dich noch erinnerst, auch beschlüsse,
0:03:24–0:03:29
Bestrebungen in diese Richtung, war das eher schon oder später erst oder wie war das da
0:03:29–0:03:36
konkret? Also zu der Zeit, so März, da waren wir gerade in der vorlesungsfreien Zeit, das
0:03:36–0:03:41
heißt die Prüfungen waren gerade gelaufen und das ist so die Phase, wo man dann anfängt,
0:03:41–0:03:46
das nächste Semester so vorzubereiten, da war ich also auch gerade dabei und dann deutete
0:03:46–0:03:53
sich an, dass da irgendwas passieren wird und bei uns war das dann so der 18.3. ungefähr,
0:03:53–0:03:57
das war so zwei Tage nachdem in NRW die Schulen geschlossen wurden, da hieß es dann auch
0:03:57–0:04:03
bei uns, alles wird zugemacht und zwar wirklich die Gebäude der FHs, der FH wurde zugemacht,
0:04:03–0:04:10
also Bibliothek, Mensen und alle anderen Gebäude tatsächlich wirklich geschlossen. Ja, richtig
0:04:10–0:04:14
ein Betretungsverbot für die Studierenden, die durften also wirklich die Gebäude nicht
0:04:14–0:04:20
betreten und auch für die Beschäftigten war das so eine Art Notbetrieb, das heißt da
0:04:20–0:04:24
waren immer, ich glaube pro Gebäude so zwei tapfere Menschen noch vor Ort, die dann auf
0:04:24–0:04:29
das Gebäude aufgepasst haben und man konnte irgendwie auch nochmal kurz rein ins Büro,
0:04:29–0:04:34
um so ein paar Sachen raus zu holen, habe ich auch gemacht, also Notebook, irgendwelche
0:04:34–0:04:38
Aktenordner, alles was man so braucht um dann handlungsfähig zu sein, das musste man dann
0:04:38–0:04:43
rausholen und dann war auch wirklich dicht, dann konnte man nur mit vorheriger Absprache
0:04:43–0:04:47
und Melden beim Fördner und Liste überhaupt noch in diese Gebäude rein, war dann wirklich
0:04:47–0:04:54
dicht und eigentlich sollte die Vorlesungszeit kurzzeit später anfangen, 23.3., da war dann
0:04:54–0:05:00
relativ schnell klar, das ist jetzt verschoben, das wurde dann verschoben auf 20.04., also
0:05:00–0:05:05
irgendwie vier Wochen später und da war aber noch ganz viel unklar, also man wusste zum
0:05:05–0:05:11
Beispiel nicht, wird jetzt auch das Ende der Vorlesungszeit verschoben, also bleibt das
0:05:11–0:05:16
Semester so lang wie sonst, normalerweise hat so ein Semester, sage ich mal so gut 15 Wochen,
0:05:16–0:05:21
also die Vorlesungszeit, in der die Veranstaltungen stattfinden und dann wusste man nicht, muss
0:05:21–0:05:26
ich jetzt meine Inhalt kürzen oder wird das Ende auch rausgeschoben, das war erstmal alles
0:05:26–0:05:27
total unklar.
0:05:27–0:05:33
Ja, wie wahrscheinlich in vielen Institutionen, also bei Schulen war das ja ähnlich, man wusste
0:05:33–0:05:39
jetzt so gar nicht, was kommt, was passiert, wie lange dauert das alles, ja auch da eine
0:05:39–0:05:46
recht unsichere Phase insgesamt, gab es denn in der Zeit schon Planungen, die eher langfristig
0:05:46–0:05:50
war oder hat man da jetzt erstmal in so einer, ich sag mal, Schockstarre verharrt oder hat
0:05:50–0:05:54
man gesagt, okay, das dauert jetzt ewig, jetzt planen wir auch mal hier auf eine längere
0:05:54–0:05:55
Zeit hin?
0:05:55–0:05:59
Ja, also ich würde sagen, tatsächlich war das aus meiner Sicht erstmal schon so ein
0:05:59–0:06:04
bisschen eine naive Planung, jetzt zurückblickend würde ich sagen, war es auf jeden Fall naiv,
0:06:04–0:06:08
weil ich habe dann erstmal meinen Plan umgestellt mit einer Kürzung, habe gedacht, okay, das
0:06:08–0:06:13
wird dann wahrscheinlich ein kürzeres Semester, irgendwie 12 Wochen werden und ich habe dann
0:06:13–0:06:18
geplant mit ab 20.04., da startet das Semester dann und das wird dann auch wieder präsent
0:06:18–0:06:25
sein, also erstmal relativ naiv drangegangen mit, ich muss bestimmt nur meinen Stoff kürzen,
0:06:25–0:06:29
dann ist schon wieder alles gut und ja, der Zahn, der wurde mir dann so kurz vor Ostern
0:06:29–0:06:35
gezogen, da hat dann quasi die Hochschulleitung gesagt, nee, also auch der 20.04., da wird
0:06:35–0:06:40
es keine Präsenzveranstaltung geben, sondern wir starten ins Online-Semester, das war dann
0:06:40–0:06:45
relativ klar und da gab es dann auch schon so langfristige Planung, wie der Start der
0:06:45–0:06:53
Vorlesungszeit im Wintersemester, was ja dann 2021 ist quasi, wird auf 1.11. verschoben,
0:06:53–0:06:56
also das war schon so langfristig was dann kam und dann wussten wir, okay, jetzt geht
0:06:56–0:06:58
es also online los.
0:06:58–0:07:06
Das hört sich jetzt so, ich sag mal so selbstverständlich an so, okay, ab jetzt ist Online-Semester,
0:07:06–0:07:10
so an einer Schule ist das nicht so ohne weiteres direkt möglich, also aus technischen Gründen
0:07:10–0:07:17
schon, gibt es dann an der FH Infrastruktur, Wissen, sowohl der Studierenden als jetzt
0:07:17–0:07:23
auch vom Lehrpersonal, von allen, die damit irgendwie betraut sind, dass man sagt, okay,
0:07:23–0:07:29
hier ist jetzt Hebel einmal auf online oder ist das eher eine Illusion dann gewesen und
0:07:29–0:07:32
jeder musste dann irgendwie auch erstmal gucken, was heißt denn das jetzt überhaupt online?
0:07:32–0:07:37
Ja, also so würde ich das sagen, also jeder musste gucken, wir haben schon das Glück,
0:07:37–0:07:41
dass ein bisschen Infrastruktur da ist, wir haben eine eLearning Koordinationsstelle,
0:07:41–0:07:46
also so ein eigener Bereich, die sich ja darum kümmern, wie macht man eLearning, da ist also
0:07:46–0:07:51
schon was da gewesen und auch Kompetenz, die haben zum Beispiel so Dinge gesagt, wie macht
0:07:51–0:07:56
man Videos, da konnten die uns relativ gut helfen, die haben auch sowas wie Camtasia
0:07:56–0:08:01
beschafft, dass wir also jetzt sofort in die Videolehre einsteigen konnten, das war eine
0:08:01–0:08:06
Sache, gleichzeitig war das natürlich so, dass alle Kollegen und Kolleginnen gleichzeitig
0:08:06–0:08:10
jetzt anfingen, irgendwelche Videokonferenztools auszuprobieren, also ich hab da wirklich eine
0:08:10–0:08:14
Zeit lang einfach mal alles durchprobiert, was so da war und getestet und geguckt und
0:08:14–0:08:19
überlegt, wie kann man damit jetzt starten, ja und da hat die Hochschule dann zum Glück
0:08:19–0:08:24
auch relativ schnell ein, sag ich mal, offizielles Tool beschafft, das ist bei uns WebEx von
0:08:24–0:08:29
Cisco, wo man dann gesagt hat so, das ist von der Stabilität her genau das, was wir
0:08:29–0:08:33
jetzt benutzen können und was auch vor allem datenschutztechnisch abgenommen war.
0:08:33–0:08:38
Gab's von der, wie hieß diese Stelle, Online Learning Koordinationsstelle?
0:08:38–0:08:41
E-Learning Koordinationsstelle.
0:08:41–0:08:46
Gab's von der Stelle Infos, so hier dieses Tool ist gut, das benutzen wir oder war das
0:08:46–0:08:48
tatsächlich diese WebEx, was von denen empfohlen wurde?
0:08:48–0:08:53
Das WebEx kam dann tatsächlich von der Hochschulleitung, mit das ist hier das Tool der FH und das ist
0:08:53–0:08:58
jetzt auch zu benutzen und ja von der E-Learning Koordinationsstelle, die betreuen zum Beispiel
0:08:58–0:09:04
unser Learning Management System, das haben wir sowieso immer, das ist bei uns ILYAS und
0:09:04–0:09:08
die sind eben auch kompetent was so Lehrvideos zum Beispiel betrifft, deswegen hatten die
0:09:08–0:09:12
mit sowas wie Camtasia auch schon Erfahrung und ja und konnten da helfen.
0:09:12–0:09:18
Aber bei Videokonferenz, da wussten die jetzt auch kein Tool der Wahl, oder?
0:09:18–0:09:21
Nö, das kam dann soweit ich weiß von der Hochschulleitung.
0:09:21–0:09:28
Okay, also dann hieß es Hebel jetzt einmal auf Online-Lehre, was bedeutet das denn jetzt
0:09:28–0:09:33
konkret für, sag ich mal, Veranstaltungen, die du so betreust, was hat sich jetzt geändert,
0:09:33–0:09:34
was muss jetzt anders gemacht werden?
0:09:34–0:09:41
Ja, also ich hab so vier Vorlesungen oder vier Veranstaltungen, für die ich verantwortlich
0:09:41–0:09:46
bin, davon sind zwei jetzt im aktuellen Semester, eine im Bachelor, eine im Master und diese
0:09:46–0:09:51
Veranstaltungen, die bestehen eigentlich immer so aus drei Lehrformen, die dann im Stundenplan
0:09:51–0:09:55
stattfinden, das ist einmal die Vorlesung, das ist die Übung und das ist das Praktikum,
0:09:55–0:10:00
die sind relativ unterschiedlich, Vorlesung ist so, wie man sich das vorstellt, eigentlich
0:10:00–0:10:06
in der Präsenz im Hörsaal und dann gibt es Inhalte, man diskutiert was, man erarbeitet
0:10:06–0:10:10
was zusammen im Plenum, meistens in einem großen Plenum.
0:10:10–0:10:14
Bei der Übung ist das dann eher so, man hat Aufgaben, sitzt in kleineren Gruppen in so
0:10:14–0:10:19
einem Seminarraum und erarbeitet das, den Stoff anhand von Aufgaben, vertieft das und
0:10:19–0:10:26
das Praktikum ist dann etwas, was den Stoff praktisch vertiefen soll, meist mit so einer
0:10:26–0:10:30
Aufgabe, die über das ganze Semester geht, dass man also an so einem konsistenten Projekt
0:10:30–0:10:35
zum Beispiel arbeitet, das sind so die drei Lehrformen, die wir so haben und da musste
0:10:35–0:10:39
ich dann überall, wie alle Kolleginnen und Kollegen, überlegen, wie man das so umsetzen
0:10:39–0:10:40
kann.
0:10:40–0:10:46
Und der größte Dickschiff sag ich mal, ist natürlich die Vorlesung, da muss man sich
0:10:46–0:10:51
dann überlegen, wie kann man das machen, weil Präsenz im Hörsaal war ja nun nicht möglich
0:10:51–0:10:56
und ist es bisher nicht und wird es auch wohl relativ lang nicht, das heißt, man muss sich
0:10:56–0:10:57
da entscheiden.
0:10:57–0:11:02
Ich habe mitbekommen, dass einige Kollegen zum Beispiel gesagt haben, ja gut, dann gebe
0:11:02–0:11:06
ich meine Materialien einfach im Learning Management System frei und die Studierenden
0:11:06–0:11:11
machen das im Selbststudium, manche machen tatsächlich dann synchrone Vorlesungen einfach
0:11:11–0:11:17
per Webex, also die Vorlesung findet ganz normal im Stundenplan statt, aber dann halt remote.
0:11:17–0:11:19
So als Art Livestream.
0:11:19–0:11:24
Genau, genau und da können die Studierenden sich dann einwählen und man kann da auch die
0:11:24–0:11:28
Hand heben, was diese Systeme eben alles so können und ich habe mich für den dritten
0:11:28–0:11:33
Weg entschieden, ich mache das Ganze quasi asynchron, das heißt, ich bin jetzt tatsächlich
0:11:33–0:11:38
auf Screencasting gegangen und stelle die Screencast dann in unserem Learning Management System
0:11:38–0:11:42
zur Verfügung, sodass die Studierenden da runterladen können.
0:11:42–0:11:45
Warum hast du dich für so eine andere Variante entschieden?
0:11:45–0:11:48
Ja, das war quasi den Livestream.
0:11:48–0:11:54
Ja, das war so ein bisschen die ersten Erfahrungen, also ich habe bei allen Veranstaltungen, bei
0:11:54–0:11:59
beiden Veranstaltungen, die ich mache, habe ich am Anfang so eine Einführungsveranstaltung
0:11:59–0:12:04
gemacht und das war quasi synchron, also wirklich Stundenplan mit Termin und die Studierenden
0:12:04–0:12:12
dann sozusagen eingeladen in WebEx und da war auch ziemlich viel los, also bei der Bachelor-Vorlesung
0:12:12–0:12:18
waren über 200 Leute eingewählt, bei der Master-Vorlesung waren es so rund 50 und das
0:12:18–0:12:25
technisch alles super stabil und so weiter, ja, aber während man da so sprach, war das
0:12:25–0:12:30
ziemlich eigenartig, man blickte da auf so eine Avatar-Wand, sag ich mal, also Videos
0:12:30–0:12:36
angemacht hat es quasi niemand, ich hatte vorher extra eine Folie eingeblendet, quasi für
0:12:36–0:12:41
den Moment, wo sich der Raum füllt, da stand so drauf, bitte, wenn Sie mögen, machen Sie
0:12:41–0:12:45
doch Ihre Kamera an, das ist für den Vortragenden angenehmer und machen Sie Ihr Mikro aus, schon
0:12:45–0:12:51
mal so als Starttipps, Mikro aus hat super funktioniert, das haben Sie alle gemacht,
0:12:51–0:12:55
aber leider eben auch die Kameras aus, sodass ich da also quasi so eine Teilnehmerliste
0:12:55–0:13:02
von 200 Leuten hatte, ja, und dann habe ich halt so geredet und geredet und irgendwann
0:13:02–0:13:07
merkte ich, oh, der Chat fühlt sich in der großen Veranstaltung, das war sehr unangenehm,
0:13:07–0:13:11
weil da bin ich überhaupt nicht hinterhergekommen, da habe ich dann angefangen so Pausen im Redefluss
0:13:11–0:13:15
zu machen, da habe ich dann gesagt, so, und jetzt gucke ich mal in den Chat, bin also
0:13:15–0:13:20
durchgescrollt und habe versucht irgendwie dem Chat zu folgen, dann haben die sich aber
0:13:20–0:13:26
teilweise gegenseitig schon geantwortet, also das war unheimlich schwierig und in der
0:13:26–0:13:32
Master-Vorlesung, die also kleiner war mit 50 Leuten, ja, da war relativ wenig Antwort
0:13:32–0:13:36
an sich, da ist einfach nichts passiert und dieses Gefühl, so gegen eine Avatarwand zu
0:13:36–0:13:41
reden, ja, das hat mich vielleicht so ein bisschen abgeschreckt, ich glaube, wahrscheinlich
0:13:41–0:13:45
kann man dem auch Zeit geben, ich weiß, einige Kolleginnen und Kollegen machen das jetzt
0:13:45–0:13:49
auch weiter und sind auch zufrieden, man muss da wahrscheinlich dann Strategien entwickeln,
0:13:49–0:13:54
sag ich mal, ein bisschen Antwort vom Publikum auch bekommt und wie man nicht nur selber
0:13:54–0:13:59
monologisiert, sondern auch eine spannende Lehrveranstaltung draus macht, aber für
0:13:59–0:14:03
mich war dann erst mal der Gedanke, komm, du machst das jetzt asynchron, du produzierst
0:14:03–0:14:07
jetzt ordentliche Videos und schaust mal, wie die Studierenden damit arbeiten können.
0:14:07–0:14:14
Ich kann das absolut bestätigen, also bei den Veranstaltungen, wo ich so mit Video und
0:14:14–0:14:18
gegenüber und Gruppen und so zu tun hatte, das macht echt einen riesen Unterschied,
0:14:18–0:14:22
ob man da wirklich einfach nur einen Kopf dann nochmal sieht, mit dem man sprechen kann,
0:14:22–0:14:26
von dem man die eine oder andere Regung dann nochmal abzapfen kann und das müssen auch
0:14:26–0:14:31
gar nicht so viele sein, eine Hand voll reicht manchmal schon und im Gegenzug, wenn man dann
0:14:31–0:14:36
wirklich, wie du so sagtest, die Avatarwand bzw. wenn es noch nicht mal Avatare sind,
0:14:36–0:14:40
sondern ich hab manchmal auch einfach immer nur gegen Initialen gesprochen, also zwei
0:14:40–0:14:47
Buchstaben, Vorname, Nachname, ist das auch unglaublich anstrengend, weil man ja so kein
0:14:47–0:14:54
Feedback bekommt, also, meinst du, es hätte besser funktioniert, wenn sich mehr dann da
0:14:54–0:14:58
beteiligt haben, ich meine, du hast ja angedeutet, andere Kollegen, die scheinen da ja irgendwie
0:14:58–0:15:03
zurecht zu kommen, den scheint es ja dann doch irgendwie, da scheint es ja dann doch zu klappen,
0:15:03–0:15:05
ist das vielleicht so ein Schlüsselelement?
0:15:05–0:15:10
Ich glaube schon, also ich weiß von Kollegen und Kolleginnen, die gesagt haben, oder die
0:15:10–0:15:14
das vielleicht einfach auch direkt mit den Studierenden besprochen haben, die haben gesagt,
0:15:14–0:15:18
wir haben jetzt drei, vier Veranstaltungen gemacht, das ist irgendwie unangenehm, ich
0:15:18–0:15:23
sehe sie nicht, ich sehe keine Reaktion, bitte lassen sie uns vereinbaren, dass wir die Kameras
0:15:23–0:15:26
anmachen und ich habe gehört, dass das in manchen Veranstaltungen auch funktioniert
0:15:26–0:15:29
hat tatsächlich, also ich glaube, das bringt was.
0:15:29–0:15:38
Ok, bei dir hat es jetzt gesagt, Vorlesung eher nicht, sondern Screencasts sind das,
0:15:38–0:15:42
wie kann ich mir das vorstellen, wie sind die aufgebaut, was haben die für eine Länge,
0:15:42–0:15:47
was ist da für ein Inhalt, sieht man deinen Kopf, ist nur Ton, oder was sieht man da?
0:15:47–0:15:53
Ich habe mir da zwei Herangehensweisen ausgedacht und habe die einfach beide parallel ausprobiert,
0:15:53–0:15:59
da ich ja zwei Veranstaltungen habe, bei der Bachelorveranstaltung, die sehr groß ist,
0:15:59–0:16:03
da hatte ich so ein bisschen den Vorteil, dass ich in den letzten Semestern schon so
0:16:03–0:16:08
ein bisschen in die Materialien investiert hatte und diese versucht habe, so Richtung
0:16:08–0:16:12
E-Learning zu entwickeln, war jetzt einfach Zufall, von dem ich profitieren konnte.
0:16:12–0:16:17
Das sind im Wesentlichen schon mal sehr gut modularisierte Materialien, also die haben
0:16:17–0:16:22
jetzt nicht so die Länge einer Vorlesung, so starre 90 Minuten, sondern die sind inhaltlich
0:16:22–0:16:28
strukturiert in so kleine Sinneinheiten, sag ich mal thematisch und die sind vor allem
0:16:28–0:16:33
eben auch nicht irgendwelche PDFs oder so, sondern das sind alles Webseiten und diese
0:16:33–0:16:37
Webseiten, die stelle ich den Studierenden zur Verfügung, die sind interaktiv, das heißt,
0:16:37–0:16:42
die hatten schon sehr viel Potential dafür, dass man die fürs Selbststudium nutzt und
0:16:42–0:16:48
auf der Basis fehlt eigentlich dann nur ein Element, was die Studierenden in der Präsenzvorlesung
0:16:48–0:16:53
dann noch haben, da ich ja immer Programmieren beibringe, programmiere ich halt viel live
0:16:53–0:16:58
in den Vorlesungen und das ist ein sehr, sehr wichtiges Element, das nutze ich sehr gerne,
0:16:58–0:17:03
weil daraus entstehen immer super Diskussionen mit den Studierenden und ich merke, das bringt
0:17:03–0:17:07
denen auch was und um dieses Element so ein bisschen am Leben zu halten, nutze ich halt
0:17:07–0:17:12
die Screencast, das heißt, ich mache Screencast, wie ich programmiere, erzähle was dazu, stelle
0:17:12–0:17:17
den Code auch zur Verfügung, der daraus entsteht, dass die Studierende sich den anschauen kann
0:17:17–0:17:23
und das baue ich quasi in diese Webseiten ein, sodass die Studierenden pro Themenkomplex
0:17:23–0:17:28
so eine Webseite haben, wo das Material drauf ist, begleitende Videos, dann ist da der Quellcode
0:17:28–0:17:32
verlinkt, wenn welcher entstanden ist und was ich dieses Semester dann auch noch gemacht
0:17:32–0:17:39
habe, ich habe an jedem dieser Themenblöcke habe ich hinten so einen Quiz dran gebaut,
0:17:39–0:17:43
also so eine Art Selbsttest kann man sich vorstellen wie Single Choice und Multiple
0:17:43–0:17:48
Choice Fragen, sodass die Studierenden einfach das, was sie gerade da durchgeguckt haben,
0:17:48–0:17:53
einfach mal üben können und also das ist tatsächlich das eine, die eine Richtung,
0:17:53–0:17:58
in die ich gegangen bin, aber das ging tatsächlich nur, weil ich zufällig in diesem Modul schon
0:17:58–0:18:02
versucht habe, so ein bisschen das Material eLearning fähig zu machen.
0:18:02–0:18:07
Bei der Master Vorlesung war das nicht so, das war eher so die klassische, vom Material
0:18:07–0:18:11
her die klassische Vorlesung, wie man sich die vorstellt, ich habe also viel Material
0:18:11–0:18:16
mit so ein paar interaktiven Elementen, die ich dann auch in der Vorlesung nutze, aber
0:18:16–0:18:20
im Wesentlichen ist das erstmal so auf diese 90 Minuten Slots einer Vorlesung zugeschnitten
0:18:20–0:18:24
gewesen und ja, da hätte ich jetzt einfach nicht die Zeit gehabt, das auf das Niveau
0:18:24–0:18:28
zu bringen der anderen Vorlesungen, also da bin ich jetzt so vorgegangen, dass ich das
0:18:28–0:18:33
Ganze in kleinere Teile zerschnitten habe, aber das habe ich auch da gemacht und da mache
0:18:33–0:18:37
ich dann aber wirklich einen Vorlesungscreencast, also ich nehme wirklich die Folien und die
0:18:37–0:18:42
interaktiven Teile und trage das vor, wie ich das auch in der Vorlesung machen würde,
0:18:42–0:18:48
halt ohne die Interaktionsteile mit den Studierenden und jetzt bei den kleineren Teilen, die ich
0:18:48–0:18:53
schon in die eLearning-Module einbauen konnte, da ist so die Länge 5 bis, sagen wir mal
0:18:53–0:19:02
maximal 15 Minuten und bei den Vorlesungsvideos, da bin ich dann manchmal auch bei 25 Minuten,
0:19:02–0:19:05
aber ich versuche nicht länger zu werden, weil ich glaube, diese, wenn ich da jetzt
0:19:05–0:19:09
so 90 Minuten Video-Monoliten rausmachen würde, das wird wahrscheinlich auch keiner konsumieren
0:19:09–0:19:10
wollen.
0:19:10–0:19:16
Ja, habe ich auch zumindest häufiger gehört, dass diese langen Formate einfach nicht funktionieren,
0:19:16–0:19:21
dass man da einfach sehr schnell abschaltet oder vorspult oder sich sehr schnell langweilt
0:19:21–0:19:23
und dann auch abgehängt wird.
0:19:23–0:19:30
Zu der Geschichte mit dieser interaktiven Programmierung, da hat es ja gesagt, dass
0:19:30–0:19:34
da irgendwie so normalerweise in der Vorlesung gibt es dann irgendwie eine Gesprächssituation
0:19:34–0:19:40
oder irgendwie eine Rückmeldung und man erarbeitet das so gemeinsam, lässt sich das jetzt auch
0:19:40–0:19:43
irgendwie darstellen oder ist dieses Element eigentlich weg?
0:19:43–0:19:48
Oder gibt es irgendwie eine Art von Rückkanal, wo dann auch Studierende da was einfließen
0:19:48–0:19:53
lassen können durch Kommentare oder durch ein eigenes Audio-Feedback oder sowas in der
0:19:53–0:19:54
Richtung?
0:19:54–0:20:01
Also das billigste, was ich versucht habe, ist, ich habe in diese Lernmodule, in das
0:20:01–0:20:05
Online-System für jede Veranstaltung erstmal ein Forum angelegt, habe ich gedacht, okay,
0:20:05–0:20:09
das bringt vielleicht was, habe ich jetzt eher schlechte Erfahrungen gemacht rückblickend,
0:20:09–0:20:11
da passiert einfach nicht viel in den Foren.
0:20:11–0:20:15
Ich habe so ein bisschen kläglich versucht, die zu beleben, indem ich mal sowas probiert
0:20:15–0:20:22
habe wie Frage der Woche und dann habe ich mal so ein paar fancy-code-Beispiele da reingepostet
0:20:22–0:20:27
und gefragt, was glauben Sie denn, was die Ausgabe ist, das hat dann ab und zu mal geklappt,
0:20:27–0:20:33
aber ich muss halt sozusagen immer diesen Funken zünden bei Foren, das scheint irgendwie
0:20:33–0:20:37
für die Studierenden nicht so ein motivierender Kanal zu sein.
0:20:37–0:20:42
Was ich dann doch gemacht habe, es gibt bei beiden Vorlesungen etwas, das nennt sich
0:20:42–0:20:49
Übungs- und Fragestunde und das ist einfach im Stundenplan, die Zeitslots, die wir sowieso
0:20:49–0:20:55
haben, da bin ich quasi einfach synchron verfügbar, machen wir im Moment per Discord,
0:20:55–0:21:00
das heißt, ich bin da und die Studierenden können Fragen stellen, per Audio, wie sie
0:21:00–0:21:04
mögen oder wenn sie jetzt gerade im Praktikum sind oder bei der Übung, wenn sie mir was
0:21:04–0:21:09
zeigen wollen, dann auch per Screensharing und das ist dann so der synchrone Kanal,
0:21:09–0:21:13
wo die Studierenden etwas fragen können.
0:21:13–0:21:21
Okay und Discord ist jetzt nicht diese WebEx-Plattform, sondern das ist das, was die Gamer glaube
0:21:21–0:21:28
ich gerne benutzen, ganz interessant auch diese Analogie zu dem Forum, also Forum erinnere
0:21:28–0:21:32
ich mich ebenso, das war glaube ich die Blütezeit war irgendwann in den 90ern so, gibt es hier
0:21:32–0:21:36
und da immer noch, aber ich habe auch so das Gefühl, zumindest kenne ich das von meinen
0:21:36–0:21:44
Schülern und Azubis, die sind da jetzt nicht so, sage ich jetzt mal drin, Discord ist aber
0:21:44–0:21:50
schon bekannter, war das vielleicht auch ein Grund, Discord zu wählen, das kennen Sie,
0:21:50–0:21:53
da gibt es weniger Berührungsängste, sowas in der Richtung?
0:21:53–0:21:59
Ne, eigentlich gar nicht, also ich würde gerne etwas Offizielles nehmen, von der Fachhochschule
0:21:59–0:22:05
irgendwie WebEx, das wäre natürlich das, was wir einsetzen sollten, das Problem ist,
0:22:05–0:22:10
dass die Variante von WebEx, die wir haben, das ist WebEx Meeting, die ist eben für diese
0:22:10–0:22:15
Ad-hoc-Gesprächssituation nicht geeignet, also was man bei dieser Fragestunde und auch
0:22:15–0:22:19
in den Praktika eigentlich haben möchte, ist, dass die Studierenden spontan sagen, oh ich
0:22:19–0:22:24
habe eine Frage, ach ja, da ist er ja gerade online, jetzt frage ich den mal und diese
0:22:24–0:22:29
spontanen Situation, die ist bei Meetings nicht drin, da müsste man immer ein Meeting
0:22:29–0:22:33
quasi im Sinne eines Termins machen und kann dann dazu einladen, das ist also unglaublich
0:22:33–0:22:38
aufwendig, ne, das fördert diese Situation nicht und deswegen ist Discord im Wesentlichen
0:22:38–0:22:45
erstmal eine Notlösung gewesen, aus meiner Sicht, eine, die technisch extrem gut funktioniert,
0:22:45–0:22:50
einmal weil die Studierenden tatsächlich viel schon Accounts haben und weil das genau
0:22:50–0:22:55
diese Ad-hoc-Situation unterstützt, ne, du hattest das ja in einer der vorigen Folgen
0:22:55–0:22:59
schon mal so ein bisschen beschrieben, man hat ja da Channels, Audio- und Text-Channels
0:22:59–0:23:05
und man kann sich das so vorstellen, dass ich dann in einem Audio-Channel bin, der heißt
0:23:05–0:23:09
einfach Allgemein, da ist dann auch ein Tutor und ein wissenschaftlicher Mitarbeiter noch
0:23:09–0:23:15
dabei und dann können die Studierenden da reinkommen, können Fragen stellen oder im
0:23:15–0:23:19
Master ist das sogar so, da haben sich die Studierenden, weil die da in Teams arbeiten,
0:23:19–0:23:23
haben sich so Teamräume gemacht, in denen die so vor sich hin werkeln, das ist auch
0:23:23–0:23:26
immer ganz schön, weil da kann ich immer sehen, welche Teams sind denn gerade so aktiv,
0:23:26–0:23:29
was machen die gerade so und wenn die was wollen, dann kommen die zu mir rüber und
0:23:29–0:23:34
fragen, können sie mal kurz mitkommen in Raum XY und dann gehe ich da halt hinterher und
0:23:34–0:23:38
dann können die dort Screensharing machen, wir können diskutieren in Gruppen, das ist
0:23:38–0:23:43
also erstaunlich nah an der Situation, die man halt auch in der Präsenz hat, wenn man
0:23:43–0:23:48
so zusammen im Labor sitzt, außer dass man natürlich nicht nebeneinander sitzt, deswegen
0:23:48–0:23:53
finde ich Discord eigentlich ziemlich gut, das Problem, was ich damit habe, ist halt
0:23:53–0:24:00
Datenschutz, das ist erstmal nicht die offizielle Lösung von der FH, wenn wir eine hätten, würde
0:24:00–0:24:08
ich die nehmen, aber Discord ist halt ne amerikanische Firma, Discord Inc. heißt die, glaube ich,
0:24:08–0:24:13
das ist schon problematisch und dann sind da so Sachen bei, wie die Studierenden haben
0:24:13–0:24:19
ja ganz viel schon Discord-Accounts, das heißt, die nutzen das zum Zocken, das ist deren
0:24:19–0:24:24
Loos-Tool sag ich mal, ich hab dann am Anfang mal so ne Anleitung rausgegeben und hab da
0:24:24–0:24:28
quasi reingeschrieben, bitte, bitte nutzen sie doch, machen sie sich einen Account für
0:24:28–0:24:34
die FH, weil das machen natürlich ganz viele nicht, weil sie keine Lust haben und dann
0:24:34–0:24:40
sehe ich halt sowas wie "XY spielt Valorant" oder was auch immer man da so spielt, also
0:24:40–0:24:46
ich sehe dann, die sind quasi nicht im Praktikum, sondern spielen oder manche streamen auch
0:24:46–0:24:49
Twitch, dann kann ich da einfach mal in diesen Stream gucken und das ist eigentlich sag ich
0:24:49–0:24:54
mal etwas, was man nicht will, das will ich eigentlich nicht und ich weiß auch nicht ob
0:24:54–0:24:58
die Studierenden das wollen und manchmal muss man die da auch ein bisschen vor ihrer eigenen
0:24:58–0:25:02
Sorglosigkeit schützen, also die pasten dann manchmal da ihre Matrikelnummer in den Chat
0:25:02–0:25:07
und ich lösche die dann sofort wieder und sag bitte nicht, bitte nicht, also mir wäre
0:25:07–0:25:12
schon deutlich wohler, wenn ich da was Offizielles von der FH hätte, da ist auch was in Arbeit,
0:25:12–0:25:21
also ich weiß, dass quasi hier unsere IT quasi mit Cisco im Gespräch sind, das WebEx, was
0:25:21–0:25:25
wir haben, das auch kann, das Feature nennt sich ja meistens Breakout Rooms, weil man
0:25:25–0:25:31
aus der Session, die man hat, ausbricht in einen separaten Raum und das ist quasi das
0:25:31–0:25:35
Feature, was mir fehlt, um diese Fragestunde, diese Ad-hoc-Besprechungen zu machen.
0:25:35–0:25:44
Ja, ja, also kann ich bestätigen, was du gesagt hattest, auch die Bedenken, tatsächlich
0:25:44–0:25:49
finde ich mir gar nicht so sicher, ob sie das wirklich wissen, was so an Informationen
0:25:49–0:25:54
dann noch geteilt wird, also zockt gerade das und das oder streamt gerade das und das,
0:25:54–0:25:57
das ist ja auch häufig so in so virtuellen Räumen, dass da Dinge passieren, über die
0:25:57–0:26:03
man so gar nicht genau weiß, was damit passiert, das hat so irgendwie angefangen, bei Facebook
0:26:03–0:26:08
oder so, da konnte man dann irgendwie Posts irgendwie selber für sich teilen oder nur
0:26:08–0:26:11
für Freunde, aber Freunde konnten das dann wieder weiter teilen und dann war es doch
0:26:11–0:26:15
auf einmal öffentlich und da sind dann so seltsame Effekte, von denen man so gar nicht
0:26:15–0:26:20
genau weiß, wie Dinge passieren und das hört sich so an, als wäre das auch so einer dieser
0:26:20–0:26:25
Effekte, von denen man eben gar nicht genau weiß, was da so passiert, deswegen da vielleicht
0:26:25–0:26:28
auch so ein bisschen unbekümmert oder sich vielleicht auch so ein bisschen machtlos
0:26:28–0:26:34
dann an der Stelle fühlt. Wobei zumindest im IT-Bereich die Studenten, sind die dafür
0:26:34–0:26:39
sensibilisiert, also haben die da vielleicht so ein Gespür dafür, gibt es auch welche,
0:26:39–0:26:42
die gesagt haben, nee Discord, das mache ich nicht, das ist ja ein amerikanisches Unternehmen,
0:26:42–0:26:46
das will ich nicht, gab es sowas auch? Habe ich nicht gehört, aber ich sage mal der schlimmste
0:26:46–0:26:51
Fall wäre natürlich, dass jemand sich das denkt und deswegen gar nicht zur Lehrveranstaltung
0:26:51–0:26:55
auftaucht und ich das gar nicht mitbekomme, das wäre natürlich der fatale Fall.
0:26:55–0:27:02
Ja, okay aber hat sich jetzt bisher keiner gemeldet und abgesagt?
0:27:02–0:27:06
Also eher war so die Reaktion, ich habe dann schon angedeutet, so Leute, das ist jetzt,
0:27:06–0:27:10
ich habe das jetzt gemacht, weil das war jetzt die beste Lösung und auch weil es schnell
0:27:10–0:27:14
gehen musste und wir was brauchten, es wird aber sicherlich was von der FH kommen, was
0:27:14–0:27:18
offiziell ist und dann auch datenschutzrechtlich in Ordnung, da kam dann schon so ein bisschen
0:27:18–0:27:23
so ein Gemurmel auch, wieso, Discord ist doch so toll und so, also eher so in die Richtung.
0:27:23–0:27:30
Okay, du hattest jetzt gesagt, es gibt Vorlesungen, das war jetzt der Teil dann mit den Übungen
0:27:30–0:27:34
über Discord und dann gibt es noch Praktika?
0:27:34–0:27:40
Genau, also die Übungsstunde, das sind eigentlich nicht die Übungen, Übungen sind eigentlich
0:27:40–0:27:45
normalerweise Aufgaben und dann sitzt man in, sag ich mal, einem Seminarraum in der Präsenz
0:27:45–0:27:51
und löst die zusammen, Studierende haben die vorbereitet oder auch nicht und dann löst
0:27:51–0:27:55
man die zusammen, erarbeitet die zusammen, damit man den Stoff vertieft und da bin ich
0:27:55–0:28:00
auch auf zwei Arten vorgegangen, in der Bachelorvorlesung habe ich versucht, erstmal zu sagen, okay,
0:28:00–0:28:06
ich lade die Übungen einfach hoch und ich lade auch die Lösungen hoch, also die Lösungen
0:28:06–0:28:10
sind aber als Screencast gemacht auch, das ist, meistens sind diese Übungen etwas mit
0:28:10–0:28:14
programmieren und das programmiere ich dann halt vor, in der Hoffnung, die Studierenden
0:28:14–0:28:18
müssen sich dann den Screencast angucken, die haben nicht einfach diesen Plattencode,
0:28:18–0:28:21
sondern ich kann das zumindest so ein bisschen entwickeln, weil das ist eigentlich das, was
0:28:21–0:28:26
verloren geht, wenn ich jetzt einfach nur eine Codelösung hochladen würde, dann ist
0:28:26–0:28:29
diese Entwicklung, die so einen Quellcode hat, die geht dann einfach völlig verloren.
0:28:29–0:28:35
Beim Master habe ich es ganz anders gemacht, da habe ich den Vorteil, dass die Studierenden
0:28:35–0:28:40
am Anfang des Semesters aufgeteilt wurden in Teams für die Praktika, die arbeiten also
0:28:40–0:28:44
in so kleinen Gruppen sowieso zusammen und diese Teams, die lassen sich gut als Einheit
0:28:44–0:28:48
ansprechen, dann habe ich halt sowas gemacht, wie die Übungen werden hochgeladen und dann
0:28:48–0:28:53
habe ich gesagt, bitte in den Teams gemeinsam bearbeiten und für die Übungs- und Fragestunde
0:28:53–0:28:58
in Discord bitte mitbringen, die Ergebnisse und dann haben wir da tatsächlich die Synchrone-Phase
0:28:58–0:29:03
genutzt, habe ich gesagt, zeigen sie doch mal, kommen sie mal alle in den Raum allgemein
0:29:03–0:29:06
und bitte jedes Team zeigt jetzt mal, was sie erarbeitet haben.
0:29:06–0:29:10
Das hat ganz gut funktioniert, also das ist eher die Synchrone-Variante und bei der großen
0:29:10–0:29:14
Vorlesung bin ich auf die komplett Asynchron-Variante gegangen.
0:29:14–0:29:20
Ich fand spannend, was du gesagt hattest mit dem Lösungen-Entwickeln, das ist ja ganz
0:29:20–0:29:24
häufig, nicht nur jetzt beim Programmieren, sondern kann ja auch bei einem mathematischen
0:29:24–0:29:29
Ergebnis oder so sein, dass, also wenn man einfach nur das Ergebnis an sich nur so zeigt,
0:29:29–0:29:36
so das ist die Lösung, dann fehlt einfach eine ganze Menge an, ja, vielleicht vertut
0:29:36–0:29:40
man sich auch, vielleicht entwickelt man erst in eine Richtung, die so ganz offensichtlich
0:29:40–0:29:45
scheint, dann merkt man aber, nee, das muss ich doch irgendwie anders lösen, ist sowas
0:29:45–0:29:48
auch drin in diesem Screencast, also lässt du zum Beispiel auch Fehler drin, die du dann
0:29:48–0:29:53
selber machst, also machst du natürlich keine, aber würdest du absichtlich einen typischen
0:29:53–0:29:58
Fehler einbauen, um zu zeigen, so entsteht eigentlich ein Ergebnis?
0:29:58–0:30:02
Hab ich jetzt nicht so super häufig gemacht, ich glaube tatsächlich zweimal habe ich so
0:30:02–0:30:08
Fehler gemacht, aber normalerweise, wenn ich Fehler mache, schneide ich die erstmal raus,
0:30:08–0:30:12
also ich mache bei den ganzen Screencasts, mache ich Postproduktion, das heißt, wenn
0:30:12–0:30:15
ich wirklich einen drastischen Fehler mache, schneide ich den raus, passiert natürlich
0:30:15–0:30:20
auch, während man so aufnimmt, manchmal habe ich die auch drin gelassen, entweder weil es
0:30:20–0:30:25
zu kompliziert gewesen wäre, das jetzt rauszuschneiden, manchmal sind die aber auch echt lehrreich,
0:30:25–0:30:32
also beides ist passiert, aber ich gebe zu, ich lasse es seltener drin mit den Fehlern.
0:30:32–0:30:37
Es gibt ja glaube ich bei YouTube und bei Twitch auch Leute, die sitzen da stundenlang
0:30:37–0:30:42
und programmieren und entwickeln irgendwas, natürlich auch immer dann mit den entsprechenden
0:30:42–0:30:48
Fehlern, das bleibt dann einfach so ungeschnitten und es scheint Leute, die sich das angucken,
0:30:48–0:30:51
ich frage mich auch, ob die das nach programmieren oder ob das dann einfach nur so wie Radio
0:30:51–0:30:56
nebenher läuft, dass man sich das so anguckt, weil es einfach unglaublich lang ist, vielleicht
0:30:56–0:30:58
will man doch einfach nur gucken, wie jemand anders das da löst.
0:30:58–0:31:03
Ich sage mal, das ist auch so eine Dynamik, die ich jetzt so ein bisschen vermisse, wenn
0:31:03–0:31:08
ich jetzt Live-Programmierung in der Vorlesung mache, dann stehe ich ja vor 200 Leuten und
0:31:08–0:31:14
programmiere da live vor mich hin und da passieren immer Fehler, immer und eigentlich ist das
0:31:14–0:31:19
eine ganz schöne Sache, weil diese Fehler sind meistens witzig, die lassen mich dann
0:31:19–0:31:24
ganz oft in irgendeine Situation rennen, wo gar nichts mehr läuft und dann stehe ich
0:31:24–0:31:29
da und man muss dann ja auch die Geistesgegenwart haben, bei einem größeren Stück Code schnell
0:31:29–0:31:34
zu sehen, wo man da den Fehler gemacht hat und dann fangen sie aber an reinzurufen "Ja
0:31:34–0:31:38
da" und "Machen Sie doch mal die Zeile" und das ist eigentlich ein schönes gemeinsames
0:31:38–0:31:44
Lernmoment finde ich, was jetzt natürlich komplett weg ist, ich wüsste jetzt auch nicht,
0:31:44–0:31:48
das müsste man tatsächlich über sowas wie Twitch mal machen, dass man sagt oder in Discord
0:31:48–0:31:54
von mir aus, ich mache jetzt diese Live-Programming-Geschichten mache ich einfach jetzt mal im Stream, sodass die
0:31:54–0:31:56
Studierenden da auch reinrufen können.
0:31:56–0:32:10
Gut, dann haben wir jetzt glaube ich so die einzelnen Bausteine ja so abgearbeitet, musst
0:32:10–0:32:14
du das in irgendeiner Form beurteilen, was die Schüler jetzt machen oder gibt es da
0:32:14–0:32:19
im Moment auch so Freischeine, wie jetzt an Schulen sage ich jetzt mal, da wird das ja
0:32:19–0:32:24
alles sehr großzügig mit der Beurteilung gehandhabt, wie ist das an den FHs?
0:32:24–0:32:30
Ja, also das Thema Prüfung, das ist ein sehr spannendes Thema im Moment, weil da leider
0:32:30–0:32:38
sehr viel Unklarheiten im Moment noch bestehen, erstmal ja, es wird da sehr sehr gut auf die
0:32:38–0:32:43
Studierenden zugegangen finde ich, erstmal gibt es so etwas wie Freiversuchsregelungen,
0:32:43–0:32:48
das bedeutet für dieses Semester ist es tatsächlich so, egal in welchem Versuch man ist bei einer
0:32:48–0:32:53
Prüfung, erster, zweiter, dritter, wenn man durchfällt zählt nicht, es ist quasi ein
0:32:53–0:32:58
Freiversuch, den jeder kriegt jetzt oder mehrere sogar, wenn man an mehreren Prüfungen teilnimmt
0:32:58–0:33:03
für dieses ganze Semester, das finde ich schon mal ziemlich gut und es ist auch so, dass
0:33:03–0:33:07
die Regelstudienzeit für alle Studierenden, die jetzt schon eingeschrieben sind natürlich
0:33:07–0:33:13
erhöht wurde, das heißt da kommt man denen schon ganz gut entgegen, darüber hinaus sind
0:33:13–0:33:17
halt besonders schriftliche Klausuren, wie glaube ich überall bei uns auch, das ist ein
0:33:17–0:33:23
dickes Fragezeichen dran, also ich habe bei der Bachelor Vorlesung im Moment würde ich
0:33:23–0:33:29
sagen so 170 echt aktive Leute dabei, das heißt ich rechne vielleicht mit so einem Volumen
0:33:29–0:33:36
von 150 Studierenden, die eine Klausur schreiben wollen, es ist aber im Moment völlig unklar,
0:33:36–0:33:42
wie die stattfinden sollen, also die wären eigentlich im Juli ungefähr, aber da weiß
0:33:42–0:33:46
man jetzt schon, wird nicht stattfinden, werden also eher später stattfinden, so September,
0:33:46–0:33:53
Oktober und ja so ein richtiges Konzept gibt es da glaube ich noch nicht und ich bin eine
0:33:53–0:33:57
der kleineren Klausuren, es gibt natürlich die Erstsemesterklausuren, wo wir hier von
0:33:57–0:34:03
300 bis 500 Leuten reden, wenn man die sagen wir mal irgendwo sauber unterbringen will
0:34:03–0:34:07
und mit unter Einhaltung der Hygienebedingungen, da fängt man dann an hier die Dortmunder
0:34:07–0:34:13
Westfalenhallen zu mieten, also das wird alles nicht so richtig einfach, die Studierenden
0:34:13–0:34:16
sind natürlich auch unruhig, die fragen sehr häufig, wissen sie denn jetzt was über
0:34:16–0:34:21
die Klausur, man kann sich jetzt seit neuestem da auch schon anmelden, aber man weiß halt
0:34:21–0:34:27
nicht wann die Klausur wirklich stattfindet und das ist natürlich für alle relativ schwierig,
0:34:27–0:34:31
für uns auch, wir wurden so ein bisschen gebeten, schaut doch mal ob ihr nicht die
0:34:31–0:34:36
schriftlichen Klausuren ersetzen könnt durch eine andere Prüfungsform, man könnte da ja
0:34:36–0:34:42
mündliche Prüfung nehmen oder Projektarbeiten, da gibt es ja durchaus andere Prüfungsformen
0:34:42–0:34:47
und ich glaube manche Kolleginnen und Kollegen haben das auch gemacht, aber ich sag mal bei
0:34:47–0:34:54
den Klausuren, wo man so viele Studierende hat, also 150 mündliche Prüfungen, das stelle
0:34:54–0:34:58
ich mir schon ziemlich heftig vor und ja bei den Erstsemesterklausuren kann ich mir das
0:34:58–0:35:01
ehrlich gesagt gar nicht vorstellen wie das gehen soll.
0:35:01–0:35:06
Und irgendwelche Online-Geschichten, so mit Ankreuz, Multiple-Joy-Geschichten, was sich
0:35:06–0:35:11
auch dann effizient irgendwie korrigieren lassen würde, gibt es da Ideen?
0:35:11–0:35:17
Ich glaube es gibt da Arbeitsgruppen, die an sowas arbeiten, ich habe mich da selber
0:35:17–0:35:20
noch nicht so mit beschäftigt, weil ich ja hauptsächlich Programmierklausuren mache,
0:35:20–0:35:24
das heißt bei mir wird irgendwie Code auf Papier geschrieben, was auch sicherlich nicht
0:35:24–0:35:32
die optimale Lösung ist, um Programmierskills abzuprüfen, aber diese Klausur mal ebenso
0:35:32–0:35:36
online zu machen, da habe ich tatsächlich gar keine richtige Idee, wie man das machen
0:35:36–0:35:41
kann. Abgesehen davon muss man natürlich bei Online-Klausuren auch immer so ein paar Probleme
0:35:41–0:35:47
berücksichtigen, wie sichert man, dass wenn der Prüfling remote irgendwo sitzt, dass da
0:35:47–0:35:53
keine unerlaubten Hilfsmittel am Start sind, müsste man da jemanden haben, der sozusagen
0:35:53–0:35:59
per Kamera gleichzeitig während die Klausur geschrieben wird online noch mit drauf guckt,
0:35:59–0:36:06
so ein klassisches Proctat-Exam oder sowas, so nennt man die. Also da sind viele Detailfragen
0:36:06–0:36:12
zu klären, da sind auch einige Menschen dabei, die sich da sehr viel Mühe geben, ich glaube
0:36:12–0:36:15
mir wird das tatsächlich bei den Programmierklausuren erstmal eher nicht helfen.
0:36:15–0:36:23
Okay, ich hätte jetzt gerade gedacht, okay nicht mal eben, aber so prinzipiell, wenn
0:36:23–0:36:29
ich sage ich mal, was programmieren muss, dann hat es ja irgendwie, muss es ja irgendwas tun,
0:36:29–0:36:33
wobei da geht es glaube ich auch häufig so um Design und so, also wie etwas aussieht
0:36:33–0:36:38
dann bei CSS oder wie so eine Webseite aussieht, das lässt sich natürlich jetzt leichter,
0:36:38–0:36:42
schwieriger prüfen als hier hast du eine Methode, die kriegt die Eingabe und muss folgende
0:36:42–0:36:48
Ausgabe produzieren, das könnte ich ja irgendwie durch irgendeinen Mechanismus dann abprüfen,
0:36:48–0:36:53
ob sie das dann auch letztendlich tut. Also zumindest ist das wahrscheinlich noch leichter
0:36:53–0:36:58
umzusetzen als jetzt in geisteswissenschaftlichen Fächern, wo man irgendwelche Texte verfassen
0:36:58–0:37:04
soll, die dann so einfach von einer Maschine mal eben auswertbar sind. Auch da bin ich immer
0:37:04–0:37:14
wieder noch erschrocken, wie stark immer noch Papier in solchen Bereichen dann vorherrscht,
0:37:14–0:37:18
das war eben zu meiner Zeit, als ich studiert habe, fand ich das schon ein bisschen komisch,
0:37:18–0:37:25
das Papier zu programmieren. Zumal man ja vorher in den Übungen immer mit Quelltext
0:37:25–0:37:30
programmiert hat und dann hatte man da auf einmal Papier vor sich. Bei der IHK-Prüfung
0:37:30–0:37:36
für die Fachinformatiker ist es so, da programmieren die ja auch auf Papier und auch jetzt durch
0:37:36–0:37:40
die Neuordnung der IT-Berufe scheint das so zu bleiben und ja bei euch ist es auch nicht
0:37:40–0:37:46
anders. Also das scheint es doch noch größere Schwierigkeiten zu geben, das mal so eben
0:37:46–0:37:53
zu umzusetzen. Genau, also ich glaube da sind sich aber auch alle Kolleginnen und Kollegen
0:37:53–0:37:58
einig, die so Programmierklausuren haben, dass wir schon mehr Spaß daran hätten, wenn
0:37:58–0:38:04
die Studierenden sich für die Prüfung irgendwie an den Rechner setzen würden und man dann
0:38:04–0:38:07
sichern würde meinetwegen, dass der Rechner nicht ins Internet kann und dann würden die
0:38:07–0:38:12
Ergebnisse irgendwo hochladen oder auf den USB-Stick packen und dann guckt man sich dieses
0:38:12–0:38:17
praktische Erzeugnis an. Dann könnte man auch auf einem ganz anderen Level prüfen. Also
0:38:17–0:38:21
hätte ich schon Spaß dran, aber wie du schon sagst, das Problem ist, das jetzt mal eben
0:38:21–0:38:27
so in dieser Situation aufzubauen. Das ist schon so im Tagesgeschäft, hängt da viel
0:38:27–0:38:32
dran, worum wir uns auch gern kümmern wollen, aber das jetzt mal eben so dahin zimmern,
0:38:32–0:38:37
das ist glaube ich das große Problem. Ja vielleicht ist die Epidemie auch so eine Lupe
0:38:37–0:38:41
auf verschiedene Dinge, wo man vorher nicht so genau hingeguckt hat und jetzt guckt man
0:38:41–0:38:47
mal, weil man eben gezwungen ist zu schauen und dann stellt man sich eben die Frage, warum
0:38:47–0:38:55
ist das nicht digital? Das ist jetzt so ein Punkt, das andere eben ja verschiedene Kommunikationskanäle.
0:38:55–0:39:01
Sind die irgendwie erreichbar unter einer einheitlichen E-Mail-Adresse zum Beispiel?
0:39:01–0:39:06
Kriegt jeder Student so eine E-Mail-Adresse oder hat dann jeder seine eigene Yahoo und
0:39:06–0:39:13
Web.de und Gmail-Adresse? Nee, die haben alle eine @fhdortmund.de E-Mail-Adresse glücklicherweise.
0:39:13–0:39:19
Okay, das ist ja irgendwie schon mal etwas, das meine ich mich auch zu erinnern, war bei
0:39:19–0:39:24
der Uni Dortmund schon lange Usus, aber bei Schulen ist das tatsächlich immer noch eine
0:39:24–0:39:29
Besonderheit, dass Schüler einfach zum Beispiel per E-Mail erreichbar sind. Obwohl vielleicht
0:39:29–0:39:32
ist das auch dann schon wieder vorbei und die wollen lieber über irgendwelche Messenger
0:39:32–0:39:38
dann "WhatsApp" angesprochen werden. Ja genau, "WhatsApp" oder "Threema", die haben ja auch
0:39:38–0:39:43
so eine educational-Version, dann kriegt man es vielleicht mit dem Datenschutz auch besser
0:39:43–0:39:49
hin. Neben den schriftlichen Prüfungsformaten hattest du auch mündliche Prüfungen angesprochen,
0:39:49–0:39:53
die wären auch eine Option und hast du die schon mal durchgeführt? Genau, also das mache
0:39:53–0:39:59
ich jetzt regelmäßig, insbesondere weil wir auch sowas wie Colloquien haben, also Studierende
0:39:59–0:40:04
schreiben Projektarbeiten, schreiben Bachelorarbeiten, schreiben Masterarbeiten und die enden meist
0:40:04–0:40:09
mit so einem Colloquium, was auch eine mündliche Prüfung ist und das wird einfach per WebEx
0:40:09–0:40:16
also quasi remote gemacht und das klappt echt gut. Also da bin ich sehr positiv überrascht
0:40:16–0:40:21
und bin da mittlerweile auch echt entspannt solche Prüfungen online zu machen. Es gibt
0:40:21–0:40:25
natürlich immer noch so ein paar Details, was ist wenn Studierende da irgendwas mitschneiden
0:40:25–0:40:30
und so weiter, kann man wirklich sehen, ob nicht jemand unterm Tisch sitzt, des Studierenden
0:40:30–0:40:35
und souffliert, also im Detail gibt es da sicherlich noch Probleme, aber im Großen und Ganzen
0:40:35–0:40:42
ist das so eine Prüfungsform, die echt gut funktioniert. Wenn ich jetzt ein Student wäre
0:40:42–0:40:46
und würde jetzt so eine mündliche Prüfung ablegen, wie muss ich mir das vorstellen? Wie
0:40:46–0:40:50
läuft das dann ab? Ich sitze jetzt hier zu Hause an meinem Rechner und würde gerne geprüft
0:40:50–0:40:55
werden. Genau, das wird dann so aussehen, dass es muss also auf jeden Fall per Video
0:40:55–0:41:01
und Ton sein, nur per Telefon geht nicht und da müsstest du einmal mit deiner Kamera, die
0:41:01–0:41:06
müsstest du irgendwie bewegen können und dann mal durch den Raum schwenken, damit ich
0:41:06–0:41:11
einmal sehen kann, dass da jetzt nicht irgendwelche Türen offen sind oder irgendwelche Menschen
0:41:11–0:41:17
in der Ecke stehen. Also einmal so den Raum abscannen mit der Kamera, das ist dann einmal
0:41:17–0:41:22
so, da mache ich einen Haken in meinen Protokoll, ja, der Student, die Studentin ist alleine
0:41:22–0:41:28
in dem Raum und dann geht es einfach los. Also dann können wir quasi ein Prüfungsgespräch
0:41:28–0:41:35
führen. Bei Colloquien kommt ja vorher noch eine Präsentation dazu, die wird dann einfach
0:41:35–0:41:40
per Screensharing gemacht und danach kommt das Prüfungsgespräch und wenn man dann hinterher
0:41:40–0:41:46
die Notenbesprechung macht, da gibt es bei WebEx eine wunderbare Funktion, die heißt
0:41:46–0:41:52
in die Lobby schieben, das heißt ich als derjenige, der den Raum sozusagen eröffnet hat, kann
0:41:52–0:41:56
dann auch Teilnehmer in die Lobby schieben, dann wird der Prüfling einfach in die Lobby
0:41:56–0:42:01
geschoben, muss da kurz warten, dann kann ich mich mit dem Beisitzer einfach besprechen
0:42:01–0:42:04
und dann machen wir die Note fest und die wird dann auch verkündet.
0:42:04–0:42:13
Okay und dann kommt er wieder raus aus der Lobby und dann könnt ihr ihm die Note sagen,
0:42:13–0:42:17
wie viel Zeitverlust ist da so drin gegenüber einer normalen mündlichen Prüfung oder ist
0:42:17–0:42:20
das ungefähr ähnlich, ist das vergleichbar?
0:42:20–0:42:24
Ich mache das meistens so, dass ich so 10 bis 5 Minuten vorher in dem Raum bin und den
0:42:24–0:42:28
Studierenden das auch sage, dass ich sage, kommen Sie ein bisschen früher rein, ich bin
0:42:28–0:42:35
dann schon da, dann können wir einmal Desktopfreigabe testen, einmal Tontesten und das geht dann
0:42:35–0:42:41
eigentlich ruckzuck. Also so große Zeitverluste sind da tatsächlich nicht drin und mittlerweile
0:42:41–0:42:45
ist das auch so, die Studierenden sind ja auch super routiniert, die kennen dieses WebEx
0:42:45–0:42:50
Tool jetzt mittlerweile aus den Lehrveranstaltungen, die wissen einfach, wie das alles geht schon.
0:42:50–0:42:54
So ähnlich wie die in Discord jetzt Erfahrungen haben, ist jetzt auch mittlerweile die Erfahrung
0:42:54–0:42:57
in WebEx schon da, so dass das eigentlich super läuft.
0:42:57–0:43:02
Ja, es ist erstaunlich, wie sehr man sich jetzt auch und wie schnell man sich an sowas
0:43:02–0:43:08
gewöhnt und wie man demnächst vielleicht noch solche Fertigkeiten so generell erstmal
0:43:08–0:43:14
voraussetzen kann, dass ja Videokonferenz teilgenommen, Bildschirmfreigabe erteilt und so, dass das
0:43:14–0:43:20
jetzt bei allen irgendwie zu so einer Basisfähigkeit wird, alle die in irgendeiner Form damit zu
0:43:20–0:43:21
tun haben natürlich.
0:43:21–0:43:26
Ich weiß auch nicht, ob das am Gaming oder so liegt, aber was ich auch sagen muss, ich
0:43:26–0:43:32
hatte noch nie das, was man so oft, wenn man das hat, wenn mit, ja weiß nicht, Familienmitgliedern
0:43:32–0:43:37
oder auch tatsächlich Leuten aus der Industrie man so eine Videokonferenz macht, dann hat
0:43:37–0:43:42
man ja diese typischen, sag ich mal, Fuck-Ups mit, der hat dann irgendwie den Lautsprecher
0:43:42–0:43:48
seines Notebooks an, man hört ein Echo, benutzt nur das Mikrofon des Laptops und so weiter,
0:43:48–0:43:50
das habe ich mit Studierenden noch nie gehabt.
0:43:50–0:43:54
Also nicht in diesen Prüfungssituationen, sondern ganz oft haben die ja tatsächlich
0:43:54–0:44:01
dann auch schon diese Gamer-Headsets und diese, ich sag mal, Gamer-Sessel, die irgendwie
0:44:01–0:44:07
aussehen, als wenn man da in so einem Sportwagen, also ganz häufig sind die auch für sowas schon
0:44:07–0:44:12
top eingerichtet an ihren Heimarbeitsplätzen, sag ich mal, oder auch Gamer-Plätzen, wie
0:44:12–0:44:17
auch man immer das nennen mag, das heißt, ich hatte ganz häufig den Eindruck, dass die
0:44:17–0:44:21
Studierenden in vielerlei Hinsicht da viel besser vorbereitet sind drauf auf die Situation
0:44:21–0:44:22
als wir.
0:44:22–0:44:27
Ja, kann ich mir gut vorstellen, zumindest gerade in dieser Gamer-Szene ist es glaube
0:44:27–0:44:33
ich recht typisch, ja, sich eben mit einem Headset in irgendeiner Gruppe online zu treffen
0:44:33–0:44:36
und zumindest auf der Audiospur sich zu unterhalten.
0:44:36–0:44:42
Ich weiß nicht, wie verbreitet es ist, da den Kopf auch ins Bild zu halten, vielleicht
0:44:42–0:44:47
machen sie deshalb auch ihre Kamera nicht an, mag auch nochmal so eine Art Privatsphäre
0:44:47–0:44:53
sein, die man sich da erhalten möchte, vielleicht ist es das auch nochmal so ein Moment, dass
0:44:53–0:45:00
man da eben nicht gerne hat, dass der Professor, der Lehrer, Lehrerin, Professorin einem zu
0:45:00–0:45:03
Hause über die Schulter schaut und vielleicht auch sieht, wie man zu Hause wohnt, solche
0:45:03–0:45:04
Geschichten.
0:45:04–0:45:05
Nachvollziehbar, ja.
0:45:05–0:45:13
Okay, jetzt haben wir glaube ich den großen Block der Lehre ausführlich abgearbeitet
0:45:13–0:45:15
oder haben wir noch etwas Wichtiges vergessen?
0:45:15–0:45:23
Nö, ich glaube nicht. Dann sehe ich hier noch ein Punkt Tooling und Ausrüstung.
0:45:23–0:45:34
Du hast gesagt, die Screencast, die machst du mit Camtasia, weil das von eurer eLearning-Koordinationsstelle
0:45:34–0:45:35
besorgt wurde.
0:45:35–0:45:36
Ja, genau.
0:45:36–0:45:42
Ich habe davon auch schon mal gehört, das scheint auch irgendwie so eine Art Referenzsoftware
0:45:42–0:45:46
zu sein für so Screencasts, sag ich mal im professionellen Bereich kommt das glaube ich
0:45:46–0:45:47
gerne zum Einsatz.
0:45:47–0:45:54
Hat das irgendwelche besonderen Features, wo man jetzt sagen würde, das kann das besonders
0:45:54–0:45:57
gut oder ist das einfach nur besonders benutzerfreundlich?
0:45:57–0:45:58
Was sind so die Stärken von dem Tool?
0:45:58–0:46:00
Ich glaube, das kostet ja auch recht viel Geld.
0:46:00–0:46:04
Ja, ich glaube, das ist nicht ganz umsonst, aber ich finde, es lohnt sich.
0:46:04–0:46:08
Es ist vor allem ein Tool, ich bin da relativ schnell reingekommen, muss ich zugeben.
0:46:08–0:46:14
Das ist irgendwie von der Bedienung her sehr intuitiv und man kann auch gleich eine ganze
0:46:14–0:46:15
Menge machen.
0:46:15–0:46:20
Also man drückt da quasi auf Play, dann wird quasi der Desktop aufgenommen und auch die
0:46:20–0:46:21
Stimme.
0:46:21–0:46:25
Man kann das auch getrennt machen, wenn man möchte, dass man erst klickt und dann Stimme,
0:46:25–0:46:28
aber das finde ich relativ schwer vom Timing, deswegen mache ich es immer gleichzeitig.
0:46:28–0:46:35
Und wenn man dann auf Stop drückt, kriegt man dann einmal das Video oben und dann kriegt
0:46:35–0:46:41
man unten die Audio-Spur, man kann die auch voneinander trennen und getrennt bearbeiten
0:46:41–0:46:46
und kann da sehr gut und sehr leicht dann schneiden, ich mache ja Postproduktion, also
0:46:46–0:46:50
ich mache das quasi mit Tastaturkürzeln, wenn man die einmal drauf hat, ist man da
0:46:50–0:46:55
relativ zackig und man kann vor allem auch so schöne Effekte reinpacken, wie dass man
0:46:55–0:47:02
mal ein Bild drüberlegt, was man animiert oder dass man mal, wenn ich etwas längeres
0:47:02–0:47:06
programmiere, was ich so ein bisschen aufbauen muss, was aber eigentlich nicht interessant
0:47:06–0:47:10
ist, dass ich dann einfach mal die Geschwindigkeit verzehnfache für diesen kleinen Block, das
0:47:10–0:47:14
ist alles sehr schön zu machen, also ich bin mit dem Tool echt zufrieden.
0:47:14–0:47:22
Gibt es auch Möglichkeiten irgendwelche Interaktionen da einzubauen, wie jetzt so ein Quiz oder
0:47:22–0:47:25
dass das irgendwo pausiert und man muss was auswählen, was in dieser Richtung?
0:47:25–0:47:30
Da gibt es was, aber ich muss zugeben, dass ich das nicht weiter ausprobiert habe, weil
0:47:30–0:47:35
ich ja die Videos sowieso in meine e-learning Materialien reinbaue, ich habe aber gesehen,
0:47:35–0:47:40
man kann das als Scorm exportieren, was ja quasi so ein e-learning Format, sag ich jetzt
0:47:40–0:47:49
mal, etwas platt ist und man kann auch da so Quiz-Dinge einbauen, ich hatte aber den Eindruck,
0:47:49–0:47:53
dass wenn man das exportiert, dass da Flash rauskommt und dann habe ich mich erschrocken
0:47:53–0:47:58
und habe mich abgewendet von diesem Feature, aber es kann sein, dass ich dem Unrecht tue,
0:47:58–0:48:02
vielleicht klappt das ganz anders, aber irgendwie sah das für mich merkwürdig aus, was daraus
0:48:02–0:48:03
fiel.
0:48:03–0:48:09
Und wenn du interaktive Elemente hast, dann passiert das über Ilias, dass das da irgendwie
0:48:09–0:48:14
eingebaut wird, das Video und danach kommt dann ein Block mit einem kleinen Quiz, der
0:48:14–0:48:18
dann da unter dem Video ist oder in das Video eingebaut ist oder wie kann ich mir das vorstellen?
0:48:18–0:48:24
Na, da gibt es dann quasi, sagen wir mal, es gibt ein Thema, das heißt die CSS-Kaskade,
0:48:24–0:48:29
das ist jetzt ein hineindeliches Thema, dann gibt es im Ilias dazu ein, das nennt sich
0:48:29–0:48:33
HTML-Lernmodul, die CSS-Kaskade, da können die Studierenden draufklicken, dann geht eine
0:48:33–0:48:39
Webseite auf und dann kann man sich da durch das Material durchklicken, sieht so ähnlich
0:48:39–0:48:45
aus wie Folien, also kann man einfach weiterklicken und sich die Materialien durchlesen und an
0:48:45–0:48:50
den passenden Stellen kommt dann wirklich da dann das Video, das ist da eingebettet
0:48:50–0:48:54
und auch die Quizze, die sind eingebettet, die kommen dann meist so am Schluss, man arbeitet
0:48:54–0:48:58
also wirklich dieses Modul wie eine Webseite durch.
0:48:58–0:49:04
Okay, und die interaktiven Elemente sind dann da auch irgendwie integriert?
0:49:04–0:49:09
Die sind da drin, genau, also ich meine, ich lehre ja Web-Technologien, das ist halt besonders
0:49:09–0:49:14
dankbar, das heißt, wenn ich zum Beispiel über Formulare in HTML spreche, dann sind
0:49:14–0:49:18
da halt einfach die ganzen Formularelemente drin und die kann man dann auch anklicken
0:49:18–0:49:24
und ausprobieren, zum Beispiel, ich habe auch für ein paar komplexere CSS-Layouting-Sachen
0:49:24–0:49:28
zum Beispiel, habe ich so Animationen gebaut, die man dann ja steuern kann, die sind dann
0:49:28–0:49:32
einfach mit Web-Technologien als Webseite gebaut und dann kann man das so ein bisschen
0:49:32–0:49:37
mit rumprobieren, also ich versuche das so als zusätzliche Dimension einzubauen, dass
0:49:37–0:49:40
die Studierenden da einfach Dinge anfassen und ausprobieren können direkt.
0:49:40–0:49:48
Ja, ist natürlich auch recht dankbar, wenn das Thema auch gleichzeitig das Medium ist,
0:49:48–0:49:54
in dem es dann transportiert und dargestellt wird, kann man das natürlich komplett ausschöpfen,
0:49:54–0:49:58
das ist natürlich schon auch eine Besonderheit, sage ich jetzt mal, der Veranstaltung, das
0:49:58–0:49:59
passt natürlich super gut.
0:49:59–0:50:06
Anderes Tool, was ihr benutzt, ist WebEx von Cisco, auch ein amerikanisches Unternehmen,
0:50:06–0:50:09
aber da gibt es keine Probleme mit dem Datenschutz.
0:50:09–0:50:16
Nö, also soweit ich weiß, ist das da alles ausgekäst mit dem Datenschutz, von daher,
0:50:16–0:50:18
das scheint alles in Ordnung zu sein.
0:50:18–0:50:22
Ja, weißt du, warum man sich dafür entschieden hat oder welche Alternativen man vielleicht
0:50:22–0:50:23
auch auf dem Schirm hatte?
0:50:23–0:50:24
Ich glaube, die...
0:50:24–0:50:29
Ich habe irgendwie noch Zoom, was hier und da genutzt wird, Chizzi habe ich auch mal gehört.
0:50:29–0:50:36
Das scheint ja so ein bisschen so der Divide unter den Hochschulen zu sein, mit Zoom und
0:50:36–0:50:41
mit WebEx habe ich so den Eindruck, ich weiß, bei uns hat man sich aufgrund der schlechten
0:50:41–0:50:46
Presse und der Datenschutzprobleme gegen Zoom entschieden, das war so die offizielle Begründung
0:50:46–0:50:49
und ich glaube, das kann man auch ganz gut unterschreiben.
0:50:49–0:50:54
Bei WebEx scheint es diese Probleme erstmal nicht gegeben zu haben, ich weiß es nicht,
0:50:54–0:50:59
bin da nicht tief drin, aber die scheint es nicht gegeben zu haben und die scheinen datenschutzmäßig
0:50:59–0:51:04
ganz gut aufgestellt gewesen zu sein, sodass das dann die bessere Alternative war, was
0:51:04–0:51:09
aber relativ klar gesucht wurde, war etwas, was nicht bei uns selbst gehostet wurde.
0:51:09–0:51:15
Aus welchen Gründen, weil, damit es stabil läuft?
0:51:15–0:51:21
Das könnte sein, also das weiß ich tatsächlich nicht, ich hatte den Eindruck, dass selbst
0:51:21–0:51:25
gehostete Sachen tatsächlich eher nicht betrachtet wurden, sondern dass man schauen wollte, dass
0:51:25–0:51:31
das ein großes Unternehmen irgendwo dezentral in der Cloud ist.
0:51:31–0:51:36
Cisco scheint sich ja ganz gut auszukennen, so mit Netzwerk und Cloud, ich glaube vermutlich
0:51:36–0:51:38
ist man schon ganz gut aufgehoben.
0:51:38–0:51:50
Weiteres Tool, was du benutzt, war Discord, da hatten wir ja gerade schon drüber gesprochen,
0:51:50–0:51:52
auch über Vor- und Nachteile.
0:51:52–0:52:00
Sowohl WebEx als auch Discord, da brauchen wir glaube ich einen eigenen Client für, oder
0:52:00–0:52:01
geht das auch über den Browser?
0:52:01–0:52:04
Ich glaube, Discord geht auch über den Browser, ist das bei WebEx auch?
0:52:04–0:52:09
Gute Frage, ich meine schon, ich meine das müsste genau so gehen, ja doch, ich meine
0:52:09–0:52:10
schon.
0:52:10–0:52:13
Ich habe tatsächlich selber immer diese Clients runtergeladen, bis ich gehört habe, dass das
0:52:13–0:52:17
bei Zoom keine gute Idee ist, dann habe ich auch immer versucht eher so auf die WebClient
0:52:17–0:52:22
zu gehen, aber bei WebEx habe ich nur einen Client, aber ich meine es geht auch direkt
0:52:22–0:52:23
im Browser.
0:52:23–0:52:28
Ja, ich finde es eben auch immer besonders schön, gerade zumindest im Einstieg so, dass
0:52:28–0:52:33
man klickt irgendwo drauf und kann sofort loslegen, vor allem, weil es jetzt nicht
0:52:33–0:52:38
das Standard-Tool gibt, also dann hat man am Ende irgendwie doch 20 Clients bei sich installiert
0:52:38–0:52:42
und für das eine braucht man das, für das andere das, das ist dann ja auch nicht so
0:52:42–0:52:43
schön.
0:52:43–0:52:47
Insofern schon mal ganz gut, wenn man eine einheitliche Infrastruktur dann auch hat als
0:52:47–0:52:48
Fachhochschule.
0:52:48–0:52:55
Zumindest bei Discord, meine ich, ist das auch irgendwie eingeschränkt, wenn man über
0:52:55–0:53:00
die Browser-App reingeht, ich meine da gehen so Dinge dann wie Screen-Sharing oder auch
0:53:00–0:53:04
Video, die etwas neueren Features von Discord gingen, meine ich nicht so leicht.
0:53:04–0:53:12
Okay, ja irgendwie muss ja auch ein Client so seine Vorteile ausspielen, auch so was
0:53:12–0:53:17
wie, ich weiß nicht, Fokus halten oder globale Shortcuts und so was, das funktioniert natürlich
0:53:17–0:53:21
alles nicht mehr dann im Browser, aber wenn man dann zumindest schon mal ein Video sich
0:53:21–0:53:24
angucken kann und eine Stimme hört und selber auch was sagen kann und ein bisschen chatten
0:53:24–0:53:33
kann, das müsste doch auch mittlerweile möglich sein, ja du hattest schon die Headsets der
0:53:33–0:53:37
Studenten angesprochen, was hast du dir denn dazu gelegt oder was ist denn dein Setup an
0:53:37–0:53:39
Hardware, jetzt nicht von Software?
0:53:39–0:53:46
Ich hatte zuerst das Camtasia und habe dann quasi einfach versucht mit meinem Notebook
0:53:46–0:53:52
da Recordings zu machen und das war halt ein Graus, also dieses interne Mikro von meinem
0:53:52–0:53:57
Notebook, das ging gar nicht, das hat total gescheppert und deswegen habe ich mir auch
0:53:57–0:54:01
relativ früh ein Headset beschafft, ich habe noch eins bekommen bevor das das neue Klopapier
0:54:01–0:54:07
wurde, so ein Jabra Evolve habe ich mir da geholt, also auch so ein kabelloses, weil
0:54:07–0:54:13
ich dachte das ist bestimmt bequemer, ja aber dann habe ich tatsächlich festgestellt, dass
0:54:13–0:54:19
wenn man so längere Tage hat, so vier Stunden Praktikum und Übung und dann noch eine Lehrveranstaltung
0:54:19–0:54:23
und noch ein Meeting hinterher, dass man da schon ganz schön heiße Ohren bekommt wenn
0:54:23–0:54:30
man die ganze Zeit dieses Headset auf hat, das ist also unheimlich anstrengend, deswegen,
0:54:30–0:54:34
da hatte mich übrigens dein Podcast draufgebracht, du hattest ja einmal über dieses Mob Programming
0:54:34–0:54:41
meine ich berichtet und da war ja so die Argumentation ähnlich, der Headset auf dem Kopf haben ist
0:54:41–0:54:46
unglaublich anstrengend und ja dann habe ich mir tatsächlich auch mal so ein USB Mikro
0:54:46–0:54:54
gekauft und habe dann ab da einfach nur das USB Mikro genutzt mit Nierencharakteristik,
0:54:54–0:54:59
sodass das also eher frontal aufnimmt und nach hinten eher nicht und dann den Lautsprecher
0:54:59–0:55:02
meines Notebooks benutzt und das ist gleich viel entspannter, weil man dann einfach in
0:55:02–0:55:08
dieses Mikro reden kann, was sowieso einen sehr guten Ton hat und aber einfach hören
0:55:08–0:55:11
über den Lautsprecher kann und nicht die ganze Zeit irgendwas auf den Ohren hat.
0:55:11–0:55:18
Ja, ja kann ich auch bestätigen, also für so ein, zwei Stunden mag das gehen, aber das
0:55:18–0:55:23
ist auch schon danach irgendwann unangenehm und wenn man da wirklich 6, 7, 8 Stunden am
0:55:23–0:55:29
Tag damit zu tun hat, dann ist das, ja das geht einfach nicht, das ist zu anstrengend
0:55:29–0:55:33
und man ist auch so weggekapselt dann irgendwie und es fühlt sich einfach nicht angenehm
0:55:33–0:55:38
an, insofern ist es gut da irgendwie so ein Setup zu finden, ist aber glaube ich auch
0:55:38–0:55:42
nicht ganz günstig oder? Also kann man das jetzt jedem Studenten empfehlen so, so was
0:55:42–0:55:43
anzuschaffen?
0:55:43–0:55:48
Nee, also nee, ich hab, es gibt glaube ich auch günstigere Mikrofone, ich hab mir so
0:55:48–0:55:54
ein Blue Yeti Mikrofon geholt, weil ich gelesen hab, dass das in der Screencasting und glaube
0:55:54–0:56:01
auch YouTuber Szene so ein ganz beliebtes Mikrofon ist und das ist schon recht teuer,
0:56:01–0:56:06
aber auch hat eben auch einen sehr, sehr guten Ton, hat ein paar Einstellungsmöglichkeiten,
0:56:06–0:56:12
die ich gut finde, ich kann auch einen Kopfhörer da direkt anschließen, das ist also schon
0:56:12–0:56:16
ein ordentliches Mikro, ich wollte mich da eben gleich ein bisschen besser aufstellen,
0:56:16–0:56:21
weil ich wusste, ja ich werde jetzt wohl ein paar Videos mehr produzieren, ob das jetzt
0:56:21–0:56:26
gleich für, ich bin in einer Lehrveranstaltung und quatsch zwischendurch mal mit Freunden
0:56:26–0:56:32
und einem Dozenten, ob man da gleich so ein Mikro braucht, ja würde ich jetzt nicht sagen,
0:56:32–0:56:34
vielleicht wenn man bei Twitch streamt, dann ist es vielleicht auch sinnvoll.
0:56:34–0:56:40
Ja, mit der Zeit oder je mehr man es nutzt, umso mehr Ansprüche hat man dann wahrscheinlich
0:56:40–0:56:44
auch oder wenn es da die Gamer sind, ich glaube die sind auch gar nicht so schlecht, diese
0:56:44–0:56:48
Gamer-Headsets, aber es sind eben Headsets, ich weiß nicht, vielleicht gibt es da auch
0:56:48–0:56:54
bequemere, aber ich mag das auch nicht, wenn die Ohren so zugedrückt werden und man dann
0:56:54–0:56:57
da irgendwie auch so ein bisschen an seinen Platz gefesselt ist.
0:56:57–0:56:59
Auf jeden Fall.
0:56:59–0:57:05
Gibt es sonst noch Tools, die du jetzt in der Corona-Epidemie neuerdings nutzt?
0:57:05–0:57:06
Neuerdings?
0:57:06–0:57:08
Nee, ich glaube.
0:57:08–0:57:15
Oder die sich als besonders sinnvoll, irgendwelche Kollaborationstools, dass man gemeinsam an
0:57:15–0:57:17
Dokumenten arbeitet, sowas in der Richtung?
0:57:17–0:57:23
Nee, also ich hatte überlegt, ob ich mal in irgendeiner Stelle sowas wie ESA-Pad einsetzen
0:57:23–0:57:28
könnte, weil das nämlich auch in unserem Ilias Learning Management System drin ist,
0:57:28–0:57:30
aber so richtig den Anwendungsfall habe ich noch nicht gefunden.
0:57:30–0:57:31
Also tatsächlich ...
0:57:31–0:57:36
Also ist das eigentlich Codesharing, dass man gemeinsam an Code arbeitet oder bei GitHub
0:57:36–0:57:38
irgendwas gemeinsam so kollaborativ macht?
0:57:38–0:57:46
Nee, also ich weiß, ich habe selber mit diesem Visual Studio Code, wie heißt das, Live-Sharing
0:57:46–0:57:52
glaube ich, das hatten wir ja auch mal ausprobiert, ich habe das auch Studierenden empfohlen,
0:57:52–0:57:56
ich weiß, einige Studierende setzen das ein, wenn die zusammen im Team arbeiten, also eher
0:57:56–0:58:00
die Studierenden untereinander, ich habe es noch nicht eingesetzt, ich hatte das damals
0:58:00–0:58:06
überlegt ob ich damit versuche so etwas wie die Übung umzusetzen, dass ich sage, so hier
0:58:06–0:58:12
ist meine Idee, programmieren Sie doch mal gemeinsam diese Lösungen jetzt zu Ende.
0:58:12–0:58:16
Das war so eine Idee, die ist auch noch nicht komplett verworfen, sage ich mal, vielleicht
0:58:16–0:58:18
mache ich das irgendwann mal.
0:58:18–0:58:22
Die etwas kleinere Lösung wäre ja, dass man einfach sagt, die Studierenden geben jeweils
0:58:22–0:58:26
ihren Desktop frei und so ist es halt häufig jetzt, dass man sagt, Screen Sharing ist
0:58:26–0:58:30
wichtig, die Studierenden zeigen ihren Code und dann spricht man da gemeinsam drüber,
0:58:30–0:58:36
also das war jetzt noch nicht so der Bedarf, dass ich jetzt wirklich kollaborativ mit mehreren
0:58:36–0:58:41
Leuten in einer Idee arbeiten wollte, ich glaube, das muss ich mir dann einfach klar
0:58:41–0:58:44
überlegen und auch klar diese Rahmenbedingungen einfach mal schaffen, dass man das jetzt mal
0:58:44–0:58:45
tut.
0:58:45–0:58:47
Ich glaube, da kann schon was Gutes draus erwachsen.
0:58:47–0:58:52
Ja, würde mich auf alle Fälle interessieren, ich habe es bisher auch noch nicht in dieser
0:58:52–0:58:59
Form getestet, aber zumindest weiß ich auch, dass bei mir Schüler dieses Live-Share benutzen,
0:58:59–0:59:03
interessanterweise sogar auch schon vor der Corona-Zeit und auch wenn sie direkt nebeneinander
0:59:03–0:59:04
sitzen.
0:59:04–0:59:09
Okay, ich dachte immer, sehr verwirrt, also du hättest doch einfach rechts auf den Bildschirm
0:59:09–0:59:12
blicken können, aber nein, nein, nein, wir können dann hier auch gleich an Dokumenten
0:59:12–0:59:16
und so, das schien denen irgendwie wichtig, ist wahrscheinlich aber auch immer bei so
0:59:16–0:59:20
neuen Techniken, da ist man dann immer ganz verliebt drin und dann muss es sich aber im
0:59:20–0:59:24
Alltag irgendwie auch bewähren und beweisen, weiß nicht, ob sie es jetzt auch noch nutzen.
0:59:24–0:59:31
Okay, also keine weiteren Tools, dann sehe ich hier noch einen Punkt, ja, der nennt sich
0:59:31–0:59:38
so erzwungen, die Digitalisierung, ist mir nichts besseres eingefallen, also all das,
0:59:38–0:59:44
was so da runterfällt, naja, wo man jetzt in die Zukunft hineingezwungen wird, obwohl
0:59:44–0:59:49
es vielleicht, wie wir gerade schon gemerkt haben, für Papierklausuren manchmal einfach
0:59:49–0:59:55
auch besser ist, ja, den alten Weg zu laufen, also der hat sich etabliert, skaliert, funktioniert
0:59:55–1:00:02
an vielen Stellen, jetzt datenschutztechnisch, Überprüfbarkeit, Ökonomie und so weiter.
1:00:02–1:00:07
Was, was fallen dir da denn noch so für Dinge ein, außer eben die Papierklausuren?
1:00:07–1:00:16
Also generell fand ich das gerade in diesen ersten Monaten der Corona-Krise ganz erfrischend,
1:00:16–1:00:21
also so März, April war das ja so, dass man wirklich nicht in die FH durfte, so niemand.
1:00:21–1:00:25
Das heißt, man musste diese ganzen Prozesse und, ich sag mal, wir sind eine staatliche
1:00:25–1:00:30
Hochschule, das heißt, bei uns gibt es viele Verwaltungsakte, die ganz häufig auf Papier
1:00:30–1:00:36
basieren, oft nicht, aber sehr häufig eben doch und das konnte man dann plötzlich alles
1:00:36–1:00:43
digital machen, zum Beispiel, dass die Studierenden, wenn die ihre Projektarbeiten oder Bachelorarbeiten
1:00:43–1:00:48
oder Masterarbeiten abgegeben haben, das erst mal auf Papier machen konnten und ich fand
1:00:48–1:00:54
das eigentlich relativ gut, weil die kamen dann bei mir digital an, per Mail und dann
1:00:54–1:00:58
habe ich die über ein Tablet korrigiert und gelesen, das war eigentlich ganz erfrischend.
1:00:58–1:01:02
Ich habe dann also schon gedacht, ach, eigentlich brauchst du die ganzen toten Bäume im Regal
1:01:02–1:01:08
jetzt nicht unbedingt, weil für das Durchführen des Prüfens und des Beurteilens reicht mir
1:01:08–1:01:13
so eine digitale Fassung eigentlich völlig aus, das fand ich ziemlich gut und auch sowas
1:01:13–1:01:19
wie ja diese ganzen Prüfungsdokumente, die man so hat, die man dann unterschreiben muss
1:01:19–1:01:24
und ausfüllen muss und so, das konnte man jetzt auch eine Zeit lang einfach scannen
1:01:24–1:01:29
und per Mail wegschicken, ich musste da jetzt nicht irgendwie einen Umschlag fertig machen
1:01:29–1:01:33
und das in die Hauspost tun, sondern das fühlte sich alles schon so ein bisschen wie Zukunft
1:01:33–1:01:37
an, ich fand das irgendwie nicht schlecht. Ist natürlich jetzt alles wieder ein bisschen
1:01:37–1:01:43
auf dem Rückzug, also jetzt dürfen wieder Beschäftigte ins Gebäude und man merkt jetzt
1:01:43–1:01:48
geht das so wieder zu den alten Verfahren zurück, die auch sicherlich ihre Gründe haben,
1:01:48–1:01:53
so echte Unterschriften auf Prüfungsdokumenten, das ist eben nochmal was anderes als wenn
1:01:53–1:01:59
ich da jetzt irgendeine Unterschrift als Bild irgendwo drauf paste oder so, aber so vom
1:01:59–1:02:04
Arbeitsgefühl her fand ich das eigentlich ganz erfrischend, dass man so viel einfach
1:02:04–1:02:11
digital einschicken konnte. Ja, es ist wahrscheinlich jetzt auch so die Zeit für verschiedene mögliche
1:02:11–1:02:18
Experimente, da muss man schauen, was so klappt, was nicht so gut klappt. Vertrauliche Kommunikation
1:02:18–1:02:23
scheint noch ein Problem tatsächlich zu sein, also Mail ist immer so das Beliebte, die verschlüsselte
1:02:23–1:02:31
Mail aber eher selten und Unterschriften und Signaturen ist nochmal so ein ganz anderes
1:02:31–1:02:37
Feld glaube ich, das wird glaube ich, wenn in solche Plattformen wahrscheinlich durch
1:02:37–1:02:40
ein Login dann irgendwie abgesichert, also der, der sich einloggen konnte und da was
1:02:40–1:02:45
eingetragen hat, der war dann auch derjenige, der das sozusagen dann unterschrieben hat.
1:02:45–1:02:51
Wenn ihr Prüfungsergebnisse festhaltet, passiert das alles rein analog oder habt ihr da auch
1:02:51–1:02:56
schon digitale Systeme, wo jetzt zum Beispiel Noten oder so eingetragen werden, weil irgendwie
1:02:56–1:03:01
muss das doch auch in so einer Verwaltungssoftware dann landen. Genau, also es gibt ein Notensystem
1:03:01–1:03:07
auf dem die Dozierenden dann arbeiten, wo wir Noten zum Beispiel von Klausuren, Prüfungen
1:03:07–1:03:13
dann eintragen und die werden, soweit ich weiß, dann tatsächlich in ein anderes System
1:03:13–1:03:18
übertragen, das ist dann das, wo die Studierenden ihre Noten und Notenspiegel und so weiter sehen
1:03:18–1:03:22
können, da können wir als Dozierende aber gar nicht ran, die sind anscheinend wirklich
1:03:22–1:03:27
sogar physikalisch, mindestens logisch voneinander getrennt, ich komm da gar nicht ran und dann
1:03:27–1:03:35
wandern die Ergebnisse da so rüber. Und gibt es an anderen Stellen noch eine erzwungene
1:03:35–1:03:38
Digitalisierung? Jetzt bei den Unterschriften haben wir es gerade gehört, gibt es noch andere
1:03:38–1:03:52
Aspekte? Nee, fällt mir jetzt glaube ich nichts ein. Nee. Ich glaube, wir haben jetzt auch
1:03:52–1:04:03
schon einen großen Rundwurf hier gemacht. Haben wir noch irgendetwas vergessen? Nö, ich glaube,
1:04:03–1:04:18
wir sind schon ganz gut, haben einen guten Rundumschlag gemacht. Okay, gut, dann wollen
1:04:18–1:04:22
wir uns bis hierhin erstmal dabei belassen. Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen
1:04:22–1:04:28
hast und so einen Einblick in die FH aus der Ferne gegeben hast. Ich bin gespannt, wie es
1:04:28–1:04:33
da jetzt weitergeht, auch wie es jetzt bei uns weitergeht. Wir haben ja so die natürliche
1:04:33–1:04:39
Grenze der Sommerferien. Bei euch, wann wäre da wieder so eine natürliche Grenze? Ja,
1:04:39–1:04:45
jetzt ist das Semester zu Ende, das ist am 17. Juli, da ist nicht das Semesterende, sondern
1:04:45–1:04:51
genauer gesagt die Vorlesungszeit erst mal vorbei, dann startet die Prüfungsphase, in
1:04:51–1:04:56
der ja alle Prüfungen laufen werden, die eben jetzt gerade so gehen, das heißt alle
1:04:56–1:05:02
mündlichen Prüfungen, Projektarbeiten und so weiter, alles außerschriftliche Klausuren
1:05:02–1:05:08
und dann kommt eine spannende Zeit, in der wir irgendwann dann hoffentlich die schriftlichen
1:05:08–1:05:14
Klausuren machen können und dann kommt ein neues Semester. Okay, schauen wir mal, was
1:05:14–1:05:19
da noch kommen mag. Zeit bleibt auf jeden Fall spannend, sowohl bei euch als auch bei
1:05:19–1:05:26
uns und ja, wenn es was Neues gibt, hören wir voneinander. Bis dahin, auf jeden Fall
1:05:26–1:05:33
erst mal danke, dass du dabei warst. Ja, sehr gerne. Und ja, alle anderen verabschiede
1:05:33–1:05:40
ich mit, wascht euch schön die Hände, bleibt zu Hause, haltet Abstand. Bis dahin und tschüss.
1:05:40–1:05:44
[Musik]
1:05:44–1:05:46
[Musik]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert